Häufig ergibt das Original eines Bildes „Wahrscheinlich KI-generiert“, die per Messenger erhaltene Kopie dagegen „Noch kein Urteil“. Das ist keine Störung: Belege sind unterwegs tatsächlich verloren gegangen.
Die meisten Messenger und sozialen Netze komprimieren und verkleinern Fotos, um Platz zu sparen, und entfernen aus Datenschutzgründen die Metadaten. Dabei verschwinden C2PA-Signatur, Protokoll des generativen Werkzeugs und Kameraangaben gleich mit.
Bei einer Kopie ohne Herkunftsbelege urteilen die Detektoren allein nach den Pixeln. Die Neukomprimierung verwischt auch die feinen Statistiken, die sie lesen, sodass mehr Ergebnisse nahe der Schwelle liegen und ohne Urteil enden. Bei manchen Generatoren ist der Unterschied besonders groß.
Versand als Originaldatei oder unkomprimiert, als Dokument, per Cloud-Link oder als E-Mail-Anhang bewahrt das Original eher. Bitten Sie die Person, die die Datei erstellt oder zuerst erhalten hat, sie auf diese Weise erneut zu senden.
Nehmen Sie „Noch kein Urteil“ als Ergebnis und prüfen Sie die Herkunft auf anderem Weg. Eine umgekehrte Bildersuche nach dem ersten Auftauchen oder die Bitte um das Original bei der hochladenden Person ist oft schneller als das Warten auf einen Wert.
Dieser Text ist allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Ein Prüfergebnis ist eine wahrscheinlichkeitsbasierte Einschätzung, kein Beweis.